Neue Wege
zum Beruf


PFLEGEBASISKURS UND WEITERBILDUNG ZUR BETREUUNGSKRAFT mit und ohne FÜHRERSCHEIN

NACH §§ 43B UND 53B SGB XI (EHEMALS § 53C / § 87B)


Kursinhalte:

1. Pflegehelfer*in / Pflegebasiskurs

  • Grundlagen der Gesundheits- und Krankenpflege
  • Anatomische Grundlagen und alterstypische Einschränkungen
  • Grundpflege und Hygiene
  • Pflegeplanung und Pflegeprozess
  • Kommunikation und psychosoziale Betreuung
  • Rechtliche Rahmenbedingungen
  • Pflegedokumentation
  • Pflegepraktische Übungen
  • Injektionstechniken

2. Weiterbildung zur Betreuungskraft

  • Demenzerkrankungen, psychische Erkrankungen, geistige Behinderungen und andere typische Alterserkrankungen
  • Kommunikation und Umgang mit Pflegebedürftigen
  • Beschäftigungsmöglichkeiten
  • Ernährungslehre
  • Hauswirtschaftliche Tätigkeiten
  • Rechtliche Rahmenbedingungen
  • Pflege und Pflegedokumentation
  • Hygieneanforderungen
  • Erste-Hilfe-Kurs


Voraussetzungen:

  • Mindestalter 18 Jahre
  • Gute Deutschkenntnisse (Berufliche Deutschkenntnisse werden für Migranten auch an der BBZ vermittelt)
  • Freude am Umgang mit Menschen
  • Einfühlungsvermögen und Geduld
  • Körperliche und psychische Belastbarkeit (Beratung und Hilfe bei privaten und seelischen Problemen finden sie in unserer kostenlosen hausinternen Psychologischen Betreuung)
  • Kein Führerschein vorhanden


Ablauf der Weiterbildung

  • Dauer: 32 Wochen inklusive Praktikum und Führerschein
  • Unterrichtszeiten: Montag bis Freitag von 8:00 - 15:00 Uhr
  • Die Zeiten können den Ausbildungserfordernissen angepasst werden.


Praktikum

Das Praktikum können Sie in einer Pflege- / Betreuungseinrichtung Ihrer Wahl machen. Die BBZ arbeitet eng mit verschiedenen Einrichtungen der Pflege zusammen und unterstützt Sie bei der Suche nach einem passenden Praktikumsplatz.


FÜHRERSCHEIN

Parallel zur Weiterbildung und bis 4 Wochen nach Abschluss absolvieren Sie Ihre Theorie- und Fahrstunden. Mit einem Führerschein haben Sie dann auch die Möglichkeit, in der mobilen Hauskrankenpflege zu arbeiten.

 





 

Im Pflegebasiskurs und der Weiterbildung zur Betreuungskraft lernen Sie, welche Anforderungen für den Umgang mit pflegebedürftigen Menschen zu berücksichtigen sind. In vielen Übungen erhalten Sie nützliche Tipps und Ideen für Ihre spätere Arbeit. Praktisch anwenden können Sie das Erlernte dann jeweils in einem Praktikum.

Sie erwerben in wenigen Wochen gleich 2 anerkannte Abschlüsse und Ihren Führerschein. Damit sind Sie bestens gerüstet für einen Job in der Pflege oder Betreuung.


Gut zu wissen: Der Pflegebasiskurs und die Weiterbildung zur Betreuungskraft mit und ohne Führerschein sind an der BBZ-Bitterfeld 100% förderfähig - zum Beispiel mit einem Bildungsgutschein.
Für Sie entstehen in dem Fall keine Kosten.

Ihre Vorteile

  • 100% Kostenübernahme mit Bildungsgutschein
  • Praxisorientierte Schulung der Inhalte und viele Übungen
  • Erwerb von Zusatzqualifikationen
  • Gleich 2 anerkannte Abschlüsse
  • Erwerb des Führerscheins
  • Gute Verdienstmöglichkeiten


TEILNEHMER*INNEN

Arbeitssuchende mit und ohne Schul- oder Berufsabschluss

  • Quereinsteiger ohne Vorkenntnisse und ohne Erfahrung in der Betreuung und Pflege
  • Personen mit Pflege- und Betreuungserfahrung, aber ohne fachliche Qualifikation
  • Pflegende und betreuende Angehörige


Kursgebühr für Selbstzahler: auf Anfrage

Kostenübernahme: Der Pflegebasiskurs in Kombination mit der Weiterbildung zur Betreuungskraft mit Führerschein ist an der BBZ-Bitterfeld zu 100% förderfähig. Die Kursgebühr wird mit einem Bildungsgutschein von Leistungsträgern wie der Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter vollständig übernommen. Für Sie entstehen in dem Fall keine Kosten.

Fördermöglichkeiten:

Folgende Leistungen können ebenfalls z.B. durch die Arbeitsagentur oder dem Jobcenter übernommen werden:

  • Kosten für auswärtige Unterkunft und Verpflegung
  • Fahrtkostenzuschuss
  • Kinderbetreuung

Einsatzmöglichkeiten

Als Pflegehelfer*in und Betreuungskraft können Sie in stationären, teilstationären oder ambulanten Einrichtungen der Pflege und Betreuung arbeiten.

  • Ambulante Dienste (mobile Hauskrankenpflege)
  • Alten- und Pflegeheime
  • Betreutes Wohnen
  • Sozialstationen
  • Krankenhäuser
  • Hospize

ABSCHLUSS

Zertifizierte*r Pflegehelfer*in und Betreuungskraft - nach §§ 43b und 53b SGB XI
(ehemals §53c / §87b)

Führerschein Klasse B

Kostenfreie Zusatzzertifikate

  • Erste-Hilfe-Schein
  • Rollstuhlschein
  • Injektionen /Spritzenschein







BETREUUNGSKRAFT NACH § 43B, 53B SGB XI (SENIORENBETREUER)BETREUUNGSARBEIT IN STATIONÄREN PFLEGEEINRICHTUNGEN


BETREUUNG UND PFLEGE IST DER DIENSTLEISTUNGSBEREICH MIT DEN GRÖSSTEN ZUKÜNFTIGEN WACHSTUMSRATE

Die Bertelsmann-Stiftung prognostizierte in ihrer Studie, dass in Deutschland in den nächsten Jahren Hunderttausende zusätzliche Pfleger und Betreuungsassistenten für Senioren ausgebildet werden müssen, um einen Betreuungs- und Pflegenotstand abzuwenden. Eine Ausbildung in diesem Bereich bedeutet also eine sichere berufliche Existenz. Die Mehrzahl der älteren Menschen wird in Zukunft rüstig sein und - mit Hilfe eines Betreuers - aktiv am Leben teilhaben wollen. 


DAS HAUPTTÄTIGKEITSFELD DER BETREUUNGSKRAFT NACH § 43B, 53B SGB XI (EHEMALS § 43B, 53C UND § 87 B)

Das Haupttätigkeitsfeld liegt in der Arbeit als Seniorenbetreuer bzw. Betreuungsassistent, wobei der Mensch im Vordergrund steht. Als Betreuungs- und Aktivierungsmaßnahmen werden Tätigkeiten verstanden, die das Wohlbefinden, den physischen Zustand oder die psychische Stimmung der Betreuten positiv beeinflussen können. Die Betreuungsmaßnahmen können dabei sowohl im stationären Umfeld z. B. in Pflegeheimen als auch im ambulanten bzw. häuslichen Bereich stattfinden.

In der häuslichen Umgebung sind Betreuungskräfte – neben Familienangehörigen, die meist wenig Zeit haben – in vielen Fällen ein zentraler Ansprechpartner und unterstützen Pflegebedürftige. Sie übernehmen eine Mittlerrolle zwischen den betreuten Menschen, dem familiären Umfeld und außenstehenden Personen und fördern so Teilhabe am Leben und der Gemeinschaft.


EIN ATTRAKTIVER BERUF MIT AUFSTIEGSCHANCEN

Schlechte Arbeitsbedingungen im Pflegeheim, großer Zeitdruck am Arbeitsplatz, wenig soziales Miteinander und eine zu geringe Entlohnung frustrieren viele Arbeitnehmer stationärer Einrichtungen. Die berufsbegleitende Ausbildung zur Betreuungskraft nach § 43b, 53b SGB XI (Betreuungsassistent) stellt eine geeignete Alternative dar, um Selbst bestimmt und mit einer befriedigenden Aufgabe mit Menschen arbeiten zu können.

Streben Sie nach der Ausbildung eine selbstständige oder freiberufliche Arbeit an, haben Sie die Möglichkeit, als BBZ-Schüler/in Hilfestellung zur Existenzgründung zu bekommen. Sie können sich auch gern an Ihren Lehrgangsbetreuer wenden, wenn Sie Fragen zur Gestaltung Ihres neuen Berufes haben.

Darüber hinaus haben ausgebildete Betreuungskräfte - sowie examinierte Pflegekräfte -  die Möglichkeit, sich beim BBZ zum Wohngruppenleiter für Seniorenhaus- und Wohngemeinschaften beruflich weiter zu qualifizieren.


WEITERE INFORMATION ÜBER DIESE AUSBILDUNG


ZIELGRUPPE

 

  • Interessierte ohne einschlägige Erfahrungen im Betreuungs- und Pflegebereich, die eine berufliche Qualifikation in einem zukunftssicheren Beruf anstreben
  • nicht examinierte Altenpflegekräfte, die sich weiter qualifizieren wollen
  • Interessierte, die eine neue Qualifikation anstreben und sich erst einmal zur Betreuungskraft nach § 43b, 53b SGB XI ausbilden lassen wollen, um in ihrem neuen Beruf zu arbeiten und sich die Option für weitere, darauf aufbauende Ausbildungsmodule offen halten wollen (z. B. zum Wohngruppenleiter)

TEILNAHMEVORAUSSETZUNGEN 

  • Neigung zu helfender und betreuender Tätigkeit
  • soziale Kompetenz und kommunikative Fähigkeiten
  • Gelassenheit im Umgang mit verhaltensbedingten Besonderheiten infolge von dementiellen, psychischen Krankheiten oder geistigen Behinderungen und psychische Stabilität
  • Fähigkeit zur Reflektion des eigenen Handelns

AUSBILDUNGSINHALTE

Gesellschaftliche Aspekte des Alterns 

· Biologische Aspekte des Alterns 

· Menschen mit Behinderungen 

- Definitionen, historische und soziologische Aspekte 

· Der persönliche Umgang mit dem betreuten Klienten 

· Wahrnehmen, Verstehen, Handeln 

· Kommunikation 

· Demenz 

· Körperliche Erkrankungen im Alter 

· Demenz und psychische Erkrankungen im Alter 

· Basispflege 

· Prophylaxe 

· Allgemeine Hygiene 

· Spezielle Hygiene 

· Freizeitgestaltung 

· Institutionelle, rechtliche und ethische Rahmenbedingungen


ZULASSUNGSVORAUSSETZUNGEN

  • Nachweis eines fünftägigen Orientierungspraktikums (40 Stunden) in einer voll- oder teilstationären Pflegeeinrichtung Ihrer Wahl. Berufliche Vorerfahrungen im Bereich Betreuung und Pflege können natürlich gern angerechnet werden! 


WEITERE VORTEILE FÜR BBZ-SCHÜLER

  • kostenlose Teilnahme an unserem optionalen Webinarangeboten
  • Berechtigung zur kostenfreien Teilnahme an Exkursionen 
  • Existenzgründungsberatung 
  • spezielle Marketingberatung für Ihre spätere Praxistätigkeit durch unsere Spezialisten im BBZ- Design und Werbemedien Team


Spritzenschein - Injektionen - Injektionstechniken

Ab September neue Fortbildung an der BBZ

Seminarinhalte:

• Theoretische Grundlagen, Gewebslehre/ Gewebespezifische Anpassung

• Handlungsstandards zur Desinfektion und Sterilisation von Spritzenmaterial

• Erlernen der Injektionstechniken:

(1) subcutan,

(2) intramuskuläre Injektionen,

(3) intravenöse Blutentnahme sowie

(4) Abnahme von Kapillarblut

• Praktische Durchführungen von Injektionen am Modell

• Subcutane Injektionen:

- Insulingabe und Thromboseprophylaxe

-  Abnahme von Kapillarblut: Blutzuckerbestimmung

• Verhalten bei Komplikationen/ Wirkungsweise von Medikamenten

• Aufgaben und Verantwortung der Pflegekraft bei Vorbereitung und Durchführung von Injektionen - rechtliche Situation


Die Ausbildung basiert auf den aktuellen medizinisch-pflegerischen und wissenschaftlichen Erkenntnissen. Die Umsetzung einer Injektion erfolgt auf Grundlage der gültigen Gesetze sowie der formalen und materiellen Qualifikation der durchführenden Person, insbesondere der Berücksichtigung der Handlungsstandards der jeweiligen Pflegeeinrichtung.

Abschluss: Zertifikat über die Unterweisung und das Erlernen der Injektionstechniken

- s.g. „Spritzenschein“

Referenten: Pflegefachdozenten

Termin: Schulungen finden jeden letzten Montag und Dienstag im laufenden Monat, von 8:00 bis 15:00 Uhr an der BBZ Bitterfeld statt,

Kosten: 150,00 € (USt.frei)

(Kosten werden nur auf private Rechnung Umsatzsteuerfrei abgerechnet)